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1 Nachkontrollen bei Welpen-Käufern am So 19 Feb 2012, 11:01

steffi


Foren Queen
Foren Queen
Tierschutzverein fordert Zoo Zajac zu Nachkontrollen bei Welpen-Käufern auf


Ein kleiner Rauhaardackel wechselte als erster Welpe
vom Zoofachgeschäft Zajac zum neuen Besitzer. Dominic Hietsch aus Essen
taufte das junge Tier auf den Namen Motte. Foto: Stephan Eickershoff /
WAZ FotoPool

Duisburg.
Weil sich Zoofachhändler Norbert Zajac von den Protesten
nicht vom Welpenverkauf abbringen lässt, suchen Tierschützer den
Kompromiss. Ein Hundeverein aus Oberhausen will für Zajac die Käufer
zuhause kontrollieren. Zajac lehnt diese „Hausdurchsuchungen“ ab.

„Vom Welpenverkauf wird Norbert Zajac sich wohl nicht mehr
abhalten lassen.“ Das hat nun auch Claudia Verlande verstanden,
Vorsitzende des Tierschutzvereins „Happy Unafraid Naturals Dogs“ (H.U.N.D.)
Oberhausen. Sie und ihr Verein kämpfen gegen Zoo Zajacs Geschäftsidee,
seit Ende 2010 bekannt wurde, dass der Zoohändler kleine Hundebabys zum
Verkauf anbieten möchte.
Nach mehreren persönlichen Gesprächen mit dem Unternehmer und wohl spätestens seit Zajac am vergangenen Freitag mit dem Hundeverkauf an den Start ging,
ahnt sie: Er wird nicht aufhören. „Er ist stets absolut starr in seiner
Haltung geblieben.“ Sie wirft ihm vor, er habe sich zu keinem Zeitpunkt
auf die Tierschützer zu bewegt. Wenn sie und ihre Mitstreiter – am
Montag demonstrierten vor dem Geschäft in Neumühl rund 200 Tierschützer – den Handel mit Welpen schon nicht stoppen können, wollen sie nun, so wörtlich, „Schadensbegrenzung“ betreiben.
Kontrollbesuche im Tierschutz gängige Praxis

Der umstrittene Verkauf der Hundewelpen im Tiergroßhandel Zoo Zajac startete mit einem großen Medienrummel.

Claudia Verlandes Vorschlag: „Zajac sollte mit den Welpen-Käufern
vertraglich Vor-Ort-Besuche nach dem Kauf eines Hundes vereinbaren.“ Sie
erklärt sich außerdem bereit, die Kunden-Besuche für das
Zoofachgeschäft zu übernehmen. Eine solche Form der Vor- oder
Nachkontrolle sei im Tierschutz eine gängige Praxis, sagt Verlande.
Mitarbeiter von Vereinen, die Tiere weitervermitteln, machten sich
häufig bei Besuchen der neuen Besitzer ein Bild davon, ob zwischen Hund
und Herrchen alles so läuft, wie es laufen sollte: Hat der Hund genug
Auslauf? Bekommt er artgerechtes Futter? Stimmt die Bindung zwischen
Mensch und Tier oder zeigt sich bei dem Vierbeiner auffälliges
Verhalten?

„Kontrolle heißt hierbei nicht, dass man auftreten muss wie ein
Spitzel. Es geht eher um ein Gespräch und um sachliche Hilfe bei
Problemen“, erläutert Verlande. Deshalb solle man besser von
„Informationsbesuchen zum Wohle des Tieres“ sprechen. Gleich im
Kaufvertrag sollten Kunden dem Zoofachhändler das Recht zu solchen
Nachkontrollen einräumen, wenn es nach Verlande ginge: „Wer nichts
Schlechtes im Sinn hat, wird sich hiergegen nicht wehren.“
Ende des Duisburger Tierschutzvereins – Ende der Nachbesuche

Norbert Zajac hält nicht viel vom
Vorschlag der Oberhausener Tierschützerin. „Diese ganze Aktion ist total
sinnlos“, meint er. „Wir verkaufen bisher tausende verschiedene
Tierarten – vom Nasenbär über den Fischotter bis zum Wellensittich.“
Noch nie sei ihm zu Ohren gekommen, dass seine Kunden die bei ihm
erstandenen Tiere nicht artgerecht halten. „Warum sollten wir jetzt bei
den Hunden mit Kontrollen anfangen?“

Zwar habe er auf seiner Internetseite bisher dafür geworben, dass Kunden sich freiwillig für einen Nachbesuch durch den Tierschutzverein
Duisburg entscheiden könnten, aber die Kooperation habe sich nach dem
Tod des Vereinsvorsitzenden Ernst-Joachim Saalfeld zerschlagen. Jetzt,
wo der Verein in Auflösung
begriffen sei, wolle man gänzlich von Nachbesuchen absehen – weder
seitens der Zajac-Mitarbeiter, noch mit Hilfe von Tierschutzvereinen.
Zajac gibt zu Bedenken, dass Klauseln, die ihm ein Recht auf
Nachkontrolle einräumen, sittenwidrig seien. „In dem Augenblick, in dem
die Kunden den Hund bezahlt haben, kann ich bei denen ja keine
Hausdurchsuchung erzwingen.“
Gegner arbeiten an Bundestags-Petition zum Verkaufsverbot



Der Medienrummel rund um den Welpenverkauf bei Zoo Zajac ist groß. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Nichtsdestotrotz hofft Claudia Verlande weiter, dass
sich Zajac auf ihr Angebot einlässt, „auch wenn unsere Forderungen als
Tierschützer natürlich noch viel weiter gehen.“ So arbeitet sie derzeit
an einer Petition an den Bundestag, mit der sie sich dafür einsetzen
will, dass Welpen in ihrer Sozialisationsphase einen besonderen Schutz
genießen. Faktisch will sie mit der Aktion ein Verkaufverbot von Welpen
erreichen.

Norbert Zajac lassen die Proteste vor seinem Geschäft und
gegen sein Unternehmen weiter ungerührt. Den Austausch mit den
Demonstranten meidet er mittlerweile. Auch bei der bisher größten
Demonstration von Zajac-Gegnern am Montag ließ er sich nicht blicken:
„Ich will mich ja nicht andauernd nur beschimpfen und anschreien
lassen.“ Er ist überzeugt, dass der Widerstand bald im Sande verlaufen
wird – mal abgesehen von „einer Handvoll Hargesottener werden die
Demonstranten nicht mehr lange durchhalten.“
Florentine Dame
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/tierschutzverein-fordert-zoo-zajac-zu-nachkontrollen-bei-welpen-kaeufern-auf-id6278977.html


_________________


Im Meer der Schwierigkeiten liegt immer eine Insel der Möglichkeiten!

2 Re: Nachkontrollen bei Welpen-Käufern am Di 21 Feb 2012, 23:06

Hundemän


Frischling
Frischling
Das ist ja wohl quatsch, Nachkontrollen. Ich war da gewesen, habe mir das alles mal angesehn . Die Hundewelpen kosten dort zwischen 600,- und 1000,- €. Wenn ich mir direkt beim Zücher einen Welpen kaufe, der in dieser Preisklasse meistens auch noch Papiere hat, werde ich später auch nicht kontrolliert, ob es dem Hund gut geht. Bei Tierheim - Hunde kann ich es fast verstehen, da diese oft genug wieder zurück gegeben werden, weil sie nur eine Gebühr kosten. Aber wenn ich fast 1000 € bezahle, überlege ich es mir doch, ob ich den Hund halten kann. Und wenn ich mir nun dort einen Dackel kaufe, und werde damit nicht fertig, dann war es doch wohl egal, wo ich ihn kaufte, im Zoohandel oder beim Züchter.

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